Autor: Helmut Maier
Wydawca: Wiley
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ISBN13: |
9783527338467 |
ISBN10: |
3527338462 |
Autor: |
Helmut Maier |
Oprawa: |
Hardback |
Rok Wydania: |
2015-03-11 |
Ilość stron: |
742 |
Wymiary: |
250x182 |
Tematy: |
HBG |
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wurde 1949 gegründet und ist heute mit über 30.000 Mitgliedern, vorrangig aus Hochschulen und Industrie, die größte kontinentaleuropäische chemische Gesellschaft.
Ihre im 19. Jahrhundert gegründeten Vorgängerorganisationen, die Deutsche Chemische Gesellschaft (DChG) und der Verein Deutscher Chemiker (VDCh), wirkten als die Motoren der so erfolgreichen Chemie in Deutschland und sind Teil des Erbes der GDCh. Dessen dunkle Seite begann man erst ab 2001 zu
untersuchen. Bis dahin sorgten auch in diesem Bereich unserer Gesellschaft existierende Kontinuitäten dafür, dass der Mantel des Schweigens über Leben und Wirken der männerbestimmten Verbände und ihrer Protagonisten gebreitet wurde. Viele Opfer des totalitären NS–Staates blieben gänzlich unbekannt.
Der Wissenschaftshistoriker Helmut Maier legt nun eine eindrucksvolle, umfassende und unabhängige Studie über Funktionen und Strukturen der DChG und des VDCh von 1933 bis 1945 vor. Detailliert wird der Weg auch weniger bekannter Chemiker aus Forschung, Industrie und dem deutschen chemischen
Literaturwesen beschrieben, sowie Einzelschicksale systematisch aufgespürt und beleuchtet.
Erstmals existiert ein Gesamtbild über die Berufsgruppe der Chemiker, ihre für das Dritte Reich so bedeutende Rolle und damit vor allem eine mahnende Erinnerung für alle Nachfolgegenerationen.
Vorwort XI
1 Einleitung 1
1.1 Gründerzeiten der Chemie (1850 1900) 3
1.2 Die Chemiker des Kaisers (1900 1919) 12
1.3 Weimarer Krisenjahre (1919 1933) 22
2 Gleichschaltung ohne zwangsweise Eingriffe (1933 1934) 35
2.1 Machtkämpfe: Robert Ley, Gottfried Feder und die NS–Aktivisten 37
2.2 Selbstgleichschaltung und Beitritte des VDCh zu NS–Organisationen 53
2.3 Gleichschaltung und Arisierung der DChG (1933 1934) 75
2.4 Reichs–Chemiker–Kammer, Bilderstürmer und Burgfrieden 95
3 Die Disziplinierung standespolitischen Eigensinns (1934 1937) 121
3.1 Berufsständische Stellen (VDCh) und die stillschweigende Arisierung 121
3.2 Die Haber–Gedächtnisfeier (1935): Was würde der Führer [...] tun? 140
3.3 Es fehlt noch das NS : VDCh und DChG als Hauptvereine des BDCh 154
3.4 Wir sind jetzt ein NS–Bund die Chemikervereine im NSBDT 174
4 Die Fachgruppe Chemie im NSBDT (ab 1937) 197
4.1 Freiwillige Eingliederung, Generationswechsel und die Plassenburg 198
4.2 Unvollendete Satzungsänderungen: Komplikationen der Arisierung 216
4.3 Generationswechsel (DChG) und der Kampf mit der Wirtschaftsgruppe 229
4.4 Evviva il Duce! Internationale Beziehungen bis 1939 247
5 Fachgruppenarbeit und Mitgliederentwicklung 261
5.1 Gas– und Luftschutz und das Archiv der Gaskampfstoffe 262
5.2 Wirtschaftschemie, Vierjahresplan, Kunststoffe 287
5.3 Nordrassische Wissenschaft? Deutsche Chemie und Chemiegeschichte 321
5.4 Unbekannt verzogen (1938/39) Mitglieder, Emigranten, Vergessene 347
6 Die Kriegsarbeit der Reichsfachgruppe Chemie im NSBDT 381
6.1 Kriegstagungen, Reichsredner und Gauhäuser der Technik 383
6.2 Uk–Stellungen: W–Betrieb mit Betreuung Heer (DChG) 403
6.3 Reichsstellennachweis, Militärchemiker und territoriale Expanison 434
6.4 Hierarchie und Standesdünkel: Die Chemotechniker–Kontroverse 464
7 Gemeinschaftsarbeit für den NS–Vernichtungsapparat 483
7.1 Zentralisierung der Gemeinschaftsarbeit in Frankfurt (VDCh) 485
7.2 Verein Europäischer Chemiker? Internationale Beziehungen im Krieg 502
7.3 Mobilisierung der Forschung, Raubaktionen und KZ–Häftlinge 521
7.4 Schicksale: Gefallene, Inhaftierte, Deportierte, Suizide 559
7.5 Verlagerung und Untergang: Grünberg, Rüdersdorf und die Archivfilme 595
8 Zusammenfassung 619
9 Anhang 631
9.1 Verzeichnis der Tabellen 631
9.2 Verzeichnis der Abbildungen 635
9.3 Verzeichnis der Abkürzungen 637
9.4 Archive 640
9.5 Ausgewertete Zeitschriften 641
9.6 Literatur und publizierte Quellen 642
9.7 Präsident/innen/en (DChG/ GDCh) und Vorsitzende (VDCh) 678
9.8 Danksagung 680
Index 683
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